Tutorial2

Blackjack
Basisstrategie-Tabelle

Die vollständige Entscheidungsmatrix für harte Hände, weiche Hände und Paare — optimiert für 6-Deck-Spiele mit Dealer steht auf Soft 17 (S17) und Late Surrender.

Blackjack Basisstrategie – Ass-Karte im Zentrum einer mathematischen Rastergraphik
H Hit
S Stand
D Double
SP Split
SU Surrender

Regelwerk: 6 Decks · Dealer steht bei Soft 17 (S17) · Late Surrender erlaubt · Double nach Split erlaubt · Re-Split Asse nicht erlaubt

Harte Hände

Hände ohne Ass oder Ass als 1 gewertet.

Hand 2 3 4 5 6 7 8 9 10 A
8 H H H H H H H H H H
9 H D D D D H H H H H
10 D D D D D D D D H H
11 D D D D D D D D D H
12 H H S S S H H H H H
13 S S S S S H H H H H
14 S S S S S H H H H H
15 S S S S S H H H SU H
16 S S S S S H H SU SU SU
17+ S S S S S S S S S S

Weiche Hände (Soft Hands)

Hände mit einem Ass, das als 11 gewertet wird.

Hand 2 3 4 5 6 7 8 9 10 A
A+2 H H H D D H H H H H
A+3 H H H D D H H H H H
A+4 H H D D D H H H H H
A+5 H H D D D H H H H H
A+6 H D D D D H H H H H
A+7 S D D D D S S H H H
A+8 S S S S S S S S S S
A+9 S S S S S S S S S S

Paare (Pairs)

Zwei gleichwertige Karten — Split-Entscheidungen.

Paar 2 3 4 5 6 7 8 9 10 A
2+2 SP SP SP SP SP SP H H H H
3+3 SP SP SP SP SP SP H H H H
4+4 H H H SP SP H H H H H
5+5 D D D D D D D D H H
6+6 SP SP SP SP SP H H H H H
7+7 SP SP SP SP SP SP H H H H
8+8 SP SP SP SP SP SP SP SP SP SP
9+9 SP SP SP SP SP S SP SP S S
10+10 S S S S S S S S S S
A+A SP SP SP SP SP SP SP SP SP SP

Die wichtigsten Regeln im Überblick

Immer splitten: Asse und 8er-Paare. Asse als getrennte Hände beginnen mit dem mächtigsten Startwert. Zwei 8er ergeben eine harte 16 — die schlechteste Hand; gesplittet bieten sie zwei Chancen auf 18+.
Nie splitten: Zehner-Paare und 5er-Paare. Eine 20 ist eine der stärksten Hände — nicht aufreißen. Zwei 5er ergeben 10; verdoppeln (Double Down) ist wertvoller als der Split.
Soft 17 immer aktiv spielen. A+6 ist niemals Stand — die Chance auf Verbesserung ohne Bust-Risiko ist zu wertvoll. Gegen Dealer 3–6: Double Down.
Surrender bei harter 15 oder 16 gegen Dealer 9, 10, Ass. Die Verlustwahrscheinlichkeit übersteigt 50 %; 50 % des Einsatzes zurückbehalten ist besser als der statistische Erwartungsverlust.
Insurance ablehnen. Die Nebenwette zahlt 2:1, aber ein Dealer-Natural tritt nur in 4/13 ≈ 30,8 % der Fälle ein. Negativer Erwartungswert — immer ablehnen.
Die Basisstrategie ist keine Garantie für jeden Einzelabend. Sie ist die mathematisch korrekte Entscheidung für jede Situation — die einzige rationale Antwort auf den Hausvorteil.

Häufige Fragen zur Basisstrategie-Tabelle

Wie liest man die Basisstrategie-Tabelle richtig?
Die Zeile bestimmt die eigene Hand, die Spalte die offene Karte des Dealers (Upcard). Das Feld im Schnittpunkt nennt die statistisch optimale Aktion: Hit, Stand, Double, Split oder Surrender. Lässt sich eine Aktion nicht ausführen (etwa Double nach bereits gezogener Karte), gilt die nächstbeste Option der jeweiligen Zeile.
Gilt diese Tabelle für jedes Blackjack-Spiel?
Nein. Diese Matrix ist für 6 Decks, Dealer steht auf Soft 17 (S17), erlaubtes Late Surrender und Double nach Split optimiert. Bei abweichenden Regeln — etwa Dealer zieht auf Soft 17 (H17), Single Deck oder kein Surrender — verschieben sich einzelne Entscheidungen. Das Grundgerüst bleibt jedoch nahezu identisch.
Senkt die korrekte Anwendung den Hausvorteil wirklich?
Ja. Konsequent gespielte Basisstrategie reduziert den Hausvorteil je nach Regelwerk auf etwa 0,4 bis 0,6 Prozent. Sie beseitigt den Vorteil des Hauses nicht vollständig, minimiert ihn aber so weit, wie es ohne Kartenzählen mathematisch möglich ist.
Warum wird ein Paar Achten immer geteilt?
Eine harte 16 — die Summe zweier Achten — ist die statistisch schwächste Hand im Blackjack. Geteilt beginnt jede neue Hand mit einer Acht, die deutlich bessere Aussichten auf eine konkurrenzfähige Hand bietet. Der Split verwandelt eine Verlusthand in zwei spielbare Hände.
Sollte man von der Tabelle abweichen, wenn man mehrfach verloren hat?
Nein. Jede Runde ist statistisch unabhängig von der vorherigen. Vorausgegangene Verluste verändern die mathematisch korrekte Entscheidung nicht. Abweichungen aus dem Bauch heraus erhöhen den Hausvorteil und kosten langfristig Kapital.